Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich an uns. Die Beratung des Gewaltschutzzentrums NÖ erfolgt vertraulich und kostenlos.

Informieren Sie das Gewaltschutzzentrum NÖ (Tel.: 02742/319 66) über Gewaltvorfälle und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Rund um die Uhr steht Ihnen für Fragen die kostenlose Frauenhelpline zur Verfügung:
0800/222 555.

Handy-App für Betroffene von Gewalt zur Information und Dokumentation von Gewalt Fem:HELP mobiler Service für Frauen

Informationsmaterialien

  • Folder Gewaltschutzzentrum NÖ - Download
  • Folder Wegweisung, Betretungsverbot & Einstweilige Verfügung - Download
  • Folder Stalking - Download
  • Broschüre Schützen-Unterstützen - Download
  • Flyer Gewaltschutzzentrum NÖ mit Piktogrammen gegen Gewalt - Download

Informationen über Prozessbegleitung des Bundesministeriums für Justiz

Informationsfolder Prozessbegleitung in verschiedenen Sprachen (englisch, kroatisch, polnisch, rumänisch, russisch, serbisch, slowenisch, spanisch, türkisch, ungarisch)

Fremdsprachige Folder zum Schutz vor Gewalt sind in 20 Sprachen abrufbar, sowie in Blindenschrift und für gehörlose Frauen

Ratgeberin „Hass & Hetze im Internet“

7. Neuauflage der Broschüre „Frauen haben Recht(e)“

Reformvorschläge, Broschüren

Standards für opferorientierte Täterarbeit

Die Bundesarbeitsgemeinschaft opferorientierte Täterarbeit hat Standards für die Kooperation zwischen Opferschutzeinrichtungen und Täterarbeitseinrichtungen erarbeitet und beschlossen.

  • Standards für opferorientierte Täterarbeit 2016 - Download

Tätigkeitsberichte

  • Tätigkeitsbericht und Statistik 2016 - Download
  • Tätigkeitsbericht / Broschüre / 2015 - Download
  • Tätigkeitsbericht / Plakat / 2015 - Download
  • Tätigkeitsbericht und Statistik 2014 - Download
  • Tätigkeitsbericht und Statistik 2013 - Download
  • Tätigkeitsbericht und Statistik 2012 - Download

Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen

Infoseite des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen: Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen

Videos in Gebärdensprache:

Gesetze

Die Gewaltschutzgesetze haben häusliche Gewalt enttabuisiert. Gewalt im Privaten wird nicht länger als „Problem der Betroffenen“ erachtet, sondern als Menschenrechtsverletzung ernst genommen. Geschädigte haben Anspruch auf Schutz und Hilfe, gewalttätige Personen erfahren, dass ihr Verhalten nicht geduldet wird. Daher wirken die Gesetze präventiv.

Die Gesetze haben die Handlungsmöglichkeiten von Frauen, die in gewaltbelasteten Beziehungen leben, erweitert und vielen von ihnen Wege aus der Gewaltbeziehung eröffnet. Häusliche Gewalt zu ahnden, ist ein staatliches Anliegen. Daher müssen nicht mehr jene, die Gewalt in den eigenen vier Wänden Gewalt erfahren, aus ihrem vertrauten sozialen Umfeld flüchten, sondern diejenigen, die Gewalt ausüben, werden zur Verantwortung gezogen: Die Polizei hat bei Einschreiten bei Gewalt in der Familie Gefährder aus der Wohnung wegzuweisen und ihnen das Betreten für zwei Wochen zu verbieten (§ 38 a SPG). Sind Kinder gefährdet Gewalt zu erleiden, kann für Kinder bis 14 Jahren das Betretungsverbot auch für deren Schule/institutionelle Kinderbetreuungseinrichtung/Hort, sowie im Umkreis von 50m, angeordnet werden. Das polizeiliche Verbot kann mithilfe einer Einstweiligen Verfügung für die Wohnung bis zu sechs Monaten verlängert werden (§ 382 b EO), Kontakt- und Aufenthaltsverbote können bis zu einer Dauer von einem Jahr erlassen werden (§ 382 e EO).

Die Gewaltschutzgesetze orientieren sich an folgenden Leitlinien:

  • Der Staat ist verantwortlich für die Verhinderung und Ahndung von Gewalttaten
  • Gewalt in der Familie ist kriminelles Unrecht
  • Der Gefährder/die Gefährderin ist für seine/ihre Gewalttätigkeit verantwortlich
  • Der Sicherheitsanspruch des Opfers hat Priorität

Gewaltschutzgesetze

Istanbulkonvention

Mit dem „Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt“, der sogenannten Istanbulkonvention, liegen umfassende Maßnahmen zur Beendigung von Gewalt an Frauen vor.

Im August 2014 ist die sogenannte Istanbulkonvention als verbindliche Rechtsnorm gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt in Kraft getreten, sie sieht Maßnahmen in den Bereichen Betreuung und Hilfe für Gewaltbetroffene, Rechtsschutz, zivil- und strafrechtliche Verfahren, sowie Prävention vor. Gegenwärtig ist die Konvention das bedeutendste Rechtsinstrument gegen Gewalt an Frauen in Europa.